1315. Antons großer Traum vom Fliegen

Antons großer Traum vom Fliegen

»Heute ist es so weit. Ich werde es allen zeigen.«
Anton krabbelte zum Ausgang des Ameisenbaus.
»Hey Anton, sind dir endlich Flügel gewachsen?«, rief ihm jemand mit breitem Grinsen entgegen. »Hast du schon eine Fliege mit Zuckerwasser bestechen können, dass sie dich huckepack nimmt?«
Seit Anton erstmals von seinem Traum vom Fliegen erzählt hatte, zogen sie ihn damit auf. Doch heute sollte sich das ändern. Er brauchte weder Flügel noch fremde Hilfe. Er hatte einen Plan, um aus eigener Kraft in die Lüfte aufzusteigen.
Er erreichte die Oberfläche. Die Sonne stand am wolkenlosen Himmel. Beste Voraussetzungen.
Er blickte sich verstohlen um, holte eine Bohne aus der Tasche, die er Tags zuvor gefunden hatte und aß sie komplett auf.
Antons Bauch begann zu grummeln. Mit einem lauten Furzen bahnte sich die Luft in seinem Körper ihren Weg und trieb die Ameise hinauf bis in die Spitze eines Baums.
»Ich kann fliegen!«, rief er triumphierend und lachte laut vor Glück.

(c) 2026, Marco Wittler

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