1319. Ab in die Pfütze

Ab in die Pfütze

Stubenfliege Fritzi sah begeistert auf den fallenden Regen.
»Ich muss raus. Endlich kann ich in eine Pfütze springen und das Wasser spritzen lassen.«
Schnell zog sich Fritzi ihren gelben Regenmantel an, nahm Anlauf und hüpfte ins Wasser.
»Hä?« Fritzi blickte verzweifelt sich um und war sichtlich enttäuscht. »Was soll denn das? Warum spritzt es nicht?«
Andere Fliegen, die sich den Sprung angeschaut hatten, kicherten leise im trockenen Unterschlupf. Fritzi wurde klar, sie war zu klein und zu leicht. »Das lasse ich nicht auf mir sitzen. Ich werde es euch schon zeigen.«
Sie brummte mit kräftigen Flügelschlägen davon, nur um wenige Minuten später wieder über der Pfütze aufzutauchen.
»Attacke!«
Fritzi hatte in einem Sattel Platz genommen, den sie auf dem Rücken einer pummeligen Hummel geschnallt hatte. Gemeinsam ließen sie sich in die Pfütze fallen, dass das Wasser nur so spritzte und alle anderen Fliegen nass machte.
»Geht doch.«, war Fritzi glücklich.

(c) 2026, Marco Wittler

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