1270. Begegnung mit einem Unsichtbaren

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Bitte lies meine Geschichten einmal selbst, bevor du sie deinen Kindern vorliest. Sie sind zu Halloween etwas gruseliger, auch wenn sie lustig enden. Bitte bewerte vorher, ob dein Kind die Geschichten bereits versteht, damit umgehen kann und sich nicht zu sehr gruselt.

Begegnung mit einem Unsichtbaren

Er hatte es geschafft. Nach so vielen Jahren der Forschung und Niederschläge, war der Trank nun fertig.
Langsam drehte er das kleine Glasfläschchen, das nur mit einem Korken verschlossen war in seiner Hand. Er blickte fasziniert auf die blaue Flüssigkeit, die einem Diamanten ähnlich im Licht der Schreibtischlampe funkelte.
»Ich werde als Der Unsichtbare in die Geschichte eingehen.«
Vor seinen Augen sah er sich Raubzüge durchführen, anderen Menschen als vermeintlicher Geist Schrecken einjagen. Er hatte die Macht in Händen, alles zu tun.
Er zog den Korken, trank das Fläschchen leer und legte seine Kleidung ab.
Mit einem breiten Grinsen verließ er das Labor und ging auf die Straße. Niemand konnte ihn …
Das konnte nicht sein. Sie sahen ihn alle an und lachten.
»Was ist mit mir passiert?«
Er drehte sich rasch um, schaute auf sein Spiegelbild im Fenster des Labors. Er strahlte in allen vorstellbaren Farben. »Ich bin ein wandelnder Regenbogen.«

(c) 2024, Marco Wittler

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