839. Das diebische Wildschwein

Das diebische Wildschwein

Das Wildschwein rannte gehetzt durch das große Maisfeld. In seinem Maul steckten mehrere der großen Maiskolben, die es gerade gestohlen hatte. Es freute sich schon, sich diese Leckerbissen in seinem Versteck schmecken zu lassen. Doch noch war ihm der Landwirt mit seiner Sense auf den Fersen.
»Ich kriege dich. Das war das letzte Mal, dass du mich beklaut hast.«
Das Wildschwein wusste nicht mehr, wo der Rand des Feldes war. Die Maispflanzen sahen in jeder Richtung gleich aus. Es hatte sich verlaufen und bekam langsam Angst. Es rannte weiter, kam nach einer Weile endlich ins Freie und hatte sofort das nächste Problem. Ein Jäger saß dort am Lagerfeuer. Das Schwein bremste und verlor den Mais, der ins Feuer fiel.
»Verdammt! Der Landwirt hat Schuld, dass mein Abendessen weg ist.«
Plötzlich begann es im Feuer zu knallen. Die Maiskörner verwandelten sich in Popcorn, dass sich um den Lagerplatz verteilte. »Mh, lecker.«, sagte der Jäger. »Setz dich und lass uns essen.«

(c) 2022, Marco Wittler

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